Facebook

Facebook 2012 – Ein Ausblick

2. Januar 2012 | Facebook, Social Media | KOMMENTARE via Facebook: - via Website: 0
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2011 ist rum, 2012 hat begonnen. Was war, was bleibt und was wird kommen? Fragen und womögliche Antworten…

In diesen Tagen ergibt sich ein sehr eintöniges Bild wenn man auf seiner Facebook-Startseite die Statusmeldungen durchforstet. Alle wünschen einem frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Okay. Dann gibt es auch diejenigen Personen, die einen persönlich anschreiben, um die frohe Botschaft zu verkünden, und man daraufhin denkt: “Hat er/sie jetzt persönlich an mich gedacht oder schreibt er/sie einfach nur alle an, die ihm/ihr gerade einfallen?” Schnell ist man selbst am überlegen, ob man denn nun einen ähnlichen Laut von sich geben soll im Ausklang dieses wechselhaften Jahres. Ich kann nur sagen, dass ich mich dann doch dazu hingerissen habe einige Leute persönlich anzuschreiben am Abend des 31.12.. Ich wollte eben auch mal wieder etwas gesagt haben.

Nun gut, genug des Reflektierens, Zeit sich darüber Gedanken zu machen, was das neue Jahr für den Facebook-User bringen wird. 2011 hat sich viel getan, und endlich wurde im Dezember nun auch die neue Timeline für alle freigegeben. Wenn ich mich aber so unter meinen Kontakten umsehe, stelle ich fest, dass diese bisher bestenfalls zögerlich angenommen wird. Dies ist aber nun nicht wirklich verwunderlich, so ist der Mensch doch durch und durch Gewohnheitstier und braucht erstmal eine gewisse Anlaufzeit um sich von Altbewährtem loszureißen und sich neuen Experimenten hinzugeben. Ich kann nur sagen, dass ich das neue Profil-Interface ziemlich super finde. Abgesehen von dem gut strukturierten Layout, ist es vor allem die Grundidee, die mich an der Timeline fasziniert. Das ganze Leben online zu archivieren und anderen zugänglich zu machen – erstmal klingt dies nach einem ziemlich perversen Gedanken. Und doch glaube ich, dass bei intelligentem Umgang mit dieser Funktion Großartiges bewegt werden kann. Menschen werden sich besser, intensiver und schneller kennenlernen, Kontakte werden einfacher zu knüpfen und zu pflegen sein, und der Drang sich im Netz so gut wie möglich darzustellen kann mit der Timeline auf eine bisher nicht dagewesene Art und Weise gestillt werden. Lebensereignisse angefangen von Geburt über Einschulung bis Hochzeit und Tod kann man alles was man für relevant hält ein- und ab jetzt sogar nachtragen. Dem einen oder anderen könnte es außerdem dabei helfen, bestimmte Jahrestage nicht mehr zu vergessen…

Die Frage, die sich jetzt stellt ist: Was kann jetzt noch kommen? Welches Feature, das niemand auch nur im Ansatz erahnen kann, wird der Timeline folgen? Tja, das wäre es jetzt, wenn ich hier die Antwort darauf geben könnte. Vielleicht kommt ja etwas mit Spracherkennung im Stil von Apples Siri. Oder Facebook tastet sich an Google-Domänen wie eine Video-Plattform heran. Eventuell wird man sogar dem großen Ziel näher kommen, die E-Mail überflüssig zu machen. Das sind alles Spekulationen. Das wirklich Tolle ist doch, dass es zurzeit niemand wissen kann, was in Palo Alto ausgetüftelt wird. Wenn die Funktion dann erstmal vorgestellt wird, wird dafür die Überraschung umso größer sein. Die Reaktionen werden wie immer sein: Like oder Dislike. Diskussionen werden geführt werden, um Privatsphäre, Datenschutz und Facebooks Anspruch auf Weltherrschaft, und und und… Wir können uns jedenfalls jetzt schon darauf freuen – es wird nicht langweilig werden!

Bis dahin bleibt uns ja erst einmal der tägliche Facebook-Wahnsinn. Die “Mischung aus Exhibitionismus und Voyerismus”, wie ein Serdar Somuncu zu so etwas sagen würde. Also egal, was 2012 on- und offline bringen wird, bei Facebook wird darüber gepostet, geliket, kommentiert, gehatet, gespottet, gelacht, geteilt und gechattet werden. So merke ich gerade, dass Artikel über Facebook zu schreiben zu einer Art Wettlauf gegen die Zeit wird. Während ich das hier schreibe, sind bereits so viele Wörter und Halb- oder Ganzsätze in diesem Netzwerk ausgespuckt und aufgenommen worden, dass man einen halben Regenwald abholzen müsste, um das alles niederzuschreiben. Und vielleicht war ja sogar etwas Relevantes dabei unter diesen Meldungen? Eine Enthüllung, eine Pressemitteilung, eine Prophezeiung? Letztere Kategorie ist ja in diesen Tagen häufig in Statusmeldungen zu finden. Die Mayas mit ihrem Kalender. Der 21. Dezember 2012, da ist ja dann alles vorbei. Dann ist Schicht im Schacht, Ende im Gelände, der Apfel geschält, das Schnitzel paniert … die Welt loggt sich sozusagen aus. Ich glaube ja nicht dran, aber wir werden sehen. Vielleicht ist ja der 21.12.2012 der Tag, an dem die Facebook-Server explodieren – ein Grund für das Ende Welt wäre es für manche wohl allemal.

In diesem Sinne, frohes Neues und auf ein schönes 2012!

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Veröffentlicht von Jewgeni

No one wants to die. Even people who want to go to heaven don't want to die to get there. And yet death is the destination we all share. No one has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very likely the single best invention of Life. It is Life's change agent. It clears out the old to make way for the new. Right now the new is you, but someday not too long from now, you will gradually become the old and be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.

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